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Wer strafen will, soll Polizist werden, aber nicht Lehrer! |
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Die Schülerunion distanziert sich von den Plänen der Lehrergewerkschaft, in Zukunft ihren Frust über die schlechten Arbeitsbedingungen an den Schülerinnen und Schülern auszulassen
„Es ist immer das gleiche Spiel: Sobald die Personalvertretungswahlen in die Nähe rücken, schon beginnen die Scharfmacher in der Lehrergewerkschaft wieder zu polarisieren. Diesmal sollen die Schülerinnen und Schüler als Bauernopfer im Wahlkampf hinhalten, aber das lassen wir Schülervertreter uns auf keinen Fall bieten. Der Ruf nach neuen Strafmöglichkeiten für Lehrerinnen und Lehrer passt eher in das pädagogische Mittelalter, als in die Schulpolitik des 21. Jahrhunderts“, stellt Oliver Möllner, Bundesobmann der Österreichischen Schülerunion, klar.
Die Schülerunion spricht sich für Verhaltensvereinbarungen aus, die am Anfang des Jahres von den Schülerinnen und Schülern und dem Klassenvorstand gemeinsam unterzeichnet werden. In diesen sollen auch die Konsequenzen für etwaiges Fehlverhalten festgelegt sein, die bereits jetzt im Schulunterrichtsgesetz verankert sind und völlig ausreichen. Falls ein Lehrer dennoch härtere Strafen benötigt, um sich Autorität zu verschaffen, ist er wahrscheinlich nicht ausreichend für den Lehrberuf qualifiziert.
„Anstatt neue Strafen zu fordern, sollte sich die Lehrergewerkschaft lieber darauf konzentrieren, den Lehrberuf öffentlich angesehener zu machen. Denn nur so werden in Zukunft genügend junge Menschen, die den pädagogischen Herausforderungen der heutigen Zeit gewachsen sind, Lehrerinnen und Lehrer werden. Neue Strafen zu fordern sind eher ein Zeichen der Überforderung als der Kompetenz“, so Oliver Möllner abschließend. |